Blende

Die Blende ist Bestandteil des Objekts einer jeden Kamera. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein kleines fest verbautes Objektiv in einem Smartphone handelt oder um ein externes Modell, das als Wechselobjektiv an einer Spiegelreflexkamera befestigt wird. Durch die Blende wird der Lichteinfall auf das Objektiv bestimmt. Dies hat wiederum Auswirkungen auf die Bildgestaltung. Fotografen nutzen die Blende, um das Bild durchgehend scharf abzubilden oder den Hintergrund in Unschärfe verschwimmen zu lassen. Wie der Hintergrund gestaltet wird, ist von dem Motiv abhängig, aber auch von der Aussage, die das Bild vermitteln soll. Eine hohe Schärfentiefe ist erforderlich, wenn Landschafts- oder Architekturaufnahmen gefertigt werden. Bei Porträts soll der Blick des Betrachters auf das Gesicht der abgebildeten Person gelenkt werden. Da der Hintergrund von dem Gesicht ablenken würde, ist es vorteilhaft, wenn er in Unschärfe verschwimmt. Dieses fotografische Gestaltungsmittel wird auch mit dem japanischen Wort Bokeh umschrieben. Um den Hintergrund scharf abzubilden oder in Unschärfe verschwimmen zu lassen, wird die Blende benötigt.

Die Blende ist in dem Objektiv integriert. Sie ist von außen nicht sichtbar. Durch verschiedene Einstellungen wird die Blende geöffnet oder geschlossen. Bei Smartphones und Kompaktkameras geschieht dies automatisch in Abhängigkeit von dem gewählten Motiv. Eine intelligente Automatik analysiert das Motiv und legt fest, wie der Hintergrund sich gestalten sollte. Ein wirkliches Verschwimmen des Hintergrundes kann in der Optik jedoch nur erzielt werden, wenn der Fotoapparat über einen großen Sensor verfügt. Die kleinen Sensoren der Smartphones und vieler Kompaktkameras bieten diese Möglichkeit nicht. Moderne Softwareprogramme ermöglichen mittlerweile jedoch auch eine Anpassung des Hintergrundes. Für diese Technik wird jedoch Blende benötigt. Deshalb gelingt sie auch auf einem Smartphone.

Hochwertige Kameras ermöglichen es dem Produktfotograf, die Blende manuell einzustellen. Die Blendenwerte werden auf dem Objektiv angegeben und mit den Ziffern f/1.0 bis f/32 bezeichnet. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass ein kleiner Blendenwert aussagt, dass die Blende vollständig geöffnet ist. Dies betrifft beispielsweise den Blendenwert f/1.0, den jedoch nur sehr teure und hochwertige Objekte besitzen. Die klassischen Einstiegsblenden in der ambitionierten Hobbyfotografie liegen bei f/1.4 und f/1.8.

Wird die Blende geschlossen, erhöht sich der Blendenwert. Wird auf der Kamera der Wert f/32 angezeigt, bedeutet dies, dass die Blende maximal geschlossen ist.

Die Blende bestimmt den Lichteinfall auf das Objektiv. Ist sie geöffnet, zeigt sie einen kleinen Blendenwert an und es fällt viel Licht auf das Objektiv. Ist sie maximal geschlossen, ist der Lichteinfall sehr gering. Für den Fotografen sind die Werte in Bezug auf die Schärfentiefe und den Einsatz eines Blitzgerätes wichtig. Ist das Objektiv sehr lichtstark, kann auch bei Dämmerung auf ein Blitzgerät verzichtet werden.

Die Fotografie mit sehr lichtstarken Objektiven jenseits der Blende f/2.8 ist anspruchsvoll, weil die Blende die Schärfentiefe beeinflusst. Ist eine kleine Blende eingestellt, fällt viel Licht auf den Sensor. Die Schärfentiefe ist aber sehr gering. Dies bedeutet, dass die Schäfte im Hintergrund abnimmt, was für Porträts gewollt, für Landschaftsfotos aber nachteilig ist.

Beim Schließen der Blende nimmt die Schärfentiefe zu. Da der Lichteinfall begrenzt ist, kann bei schlechtem Licht ein Blitz erforderlich werden, um das Motiv durchgehend scharf zu stellen.

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