Packshot - Erklärung, Übersetzung, Definition

Der Begriff Packshot kommt aus dem englischen Sprachbereich und kann nicht einfach ohne Erklärung ins Deutsche übersetzt werden. Denn es handelt sich um eine Verkürzung zweier Wörter: Package shot ist die lange Bezeichnung. Package meint in diesem Fall die Verpackung. Shot wird für die Fotografie, das wörtliche Schießen eines Fotos, gebraucht. Ist die Rede vom Packshot, geht es also um Produktfotografie. Soweit die Übersetzung des Begriffs. Bei einem Packshot handelt es sich in der Regel um Werbefotografie. Es geht also nicht darum, einfach nur eine Verpackung abzubilden. Das Produkt soll mit der Fotografie beworben werden und muss daher ins rechte Licht gerückt werden. Da beim Packshot Lichtführung und Hintergrund standardisiert sind, muss nicht für jedes einzelne Produktbild ein neues Setting geschaffen werden. Packshots sind eine kostengünstige und effiziente Methode, große mengen von ähnlichen Artikeln in einer immer gleichbleibenden Situation zu fotografieren. Lebensmitteldosen und Verpackungen, Kartonagen und sogar Kleidungsstücke lassen sich so werbewirksam abbilden. Wichtig ist die hohe Qualität der Fotografie, eine sinnvolle Tiefenschärfe und stimmige Farben aufgrund der Lichtsituation.

Es gibt ganz unterschiedliche Arten, Produkte werbewirksam abzubilden. Der Packshot ist ein einfaches Einzelfoto eines Produkts. Die Lichtsetzung ist dabei standardisiert. Der Hintergrund muss neutral gehalten werden, ohne Dekoration. In der Regel wird ein weißer Hintergrund ohne Schatten und ohne Struktur gewählt. Es befindet sich also tatsächlich nur das Produkt selbst auf dem Foto. Packshots werden für die Bewerbung und Darstellung von großen Produktmengen genutzt. Wenn es also beispielsweise darum geht, das Warensortiment eines Internetshops zu erfassen, Wochenwerbesendungen bildlich zu gestalten oder Sortimentslisten zu generieren. Abgegrenzt davon wird das Produktfoto, bei dem die Lichtführung so eingesetzt wird, dass das Produkt individuell am besten abgebildet werden kann und bei dem auch mehrere Einzelteile auf dem Bild zu sehen sein dürfen. Der Hintergrund darf beim Produktfoto ebenfalls individuell gewählt werden und kann bei den Anbietern von Werbefotografie aus einem festen Satz verschiedener Optionen gewählt werden. Das unterscheidet den Packshot maßgeblich von dem Produktfoto. Auch wenn der Packshot als eine sehr einfache und schlichte Möglichkeit erscheint, Produkte verkaufsfördernd abzubilden, ist er nicht immer leicht zu erstellen. Es braucht für den Packshot ein Studio, mit einer weißen Wand und einer Kamera alleine lässt sich das zu Hause nicht verwirklichen. Und da kann es schwierig werden: Die unterschiedlichen Studios definieren selbst, wie genau der Packshot erstellt wird. Manchmal werden maximale Größen für die zu fotografierenden Produkte festgelegt (beispielsweise über die Kantenlänge des Hintergrunds, die dann "maximal 50 cm betragen darf"), manchmal werden verpflichtende Anzahlen oder andere Einschränkungen festgelegt. Diese Angaben beziehen sich dann aber nicht auf die Definition, was genau ein Packshot ist, sondern auf die Vertragsbedingungen des jeweiligen Studios. In den Beschreibungen wird das nicht immer klar. Die eigentliche Definition lässt sich auf drei Punkte bringen:

  • neutraler, weißer Hintergrund ohne Dekoration und mit standardisierter Lichtführung
  • unbegrenzt einsetzbares Setting
  • Nachbearbeitung und Retuschen dennoch erlaubt

Vor allem der letzte Punkt ist wichtig. Denn bei jeder Art von Produktfotografie gibt es Probleme mit den Verpackungen. Defekte, Schmutzablagerungen und eingedellte Kanten, feine Risse im Papier und ähnliche Malheurs sollten retuschiert werden. Ohne diese Nachbearbeitung wirken die Packshots billig und wenig professionell.