Licht und Schatten in der Produktfotografie

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Licht und Schatten in der Produktfotografie

Das Foto eines Produkts ist die erste Schnittstelle zum Kunden. Bevor die Person irgendetwas anderes über das Produkt weiß, sieht sie ein Bild. Ergo: Dieses Foto muss passen, sonst wendet sich der potenzielle Käufer ab. Gerade bei der Beleuchtung eines Motivs kann jedoch viel schiefgehen - wenn man einige Tricks nicht kennt.

Das Blitzlicht - Segen oder Fluch?

Anfänger in der Produktfotografie greifen gerade in dieser Kategorie gerne zum Blitz. Der Grund: In Räumen, wo Produkte meistens fotografiert werden, fehlt das Tageslicht. Wer sich im Voraus keine Gedanken um die Beleuchtung macht, greift daher zum Blitz - ist ja schön hell. Aber: "Viel hilft viel" stimmt in dieser Branche selten. Ein starker Blitz sorgt zwar für Helligkeit, aber auch für Reflexionen und eine eher bläuliche, sehr kalte Beleuchtung - eine schlechte Idee, wenn Sie mit Ihrem Foto vor allem Wärme, Emotionen und eine gewisse Bindung von Mensch und Produkt hervorrufen wollen.

Ebenfalls kritisch: Blitzlicht verfälscht häufig die Farben und lässt die Farbtemperatur ins kühle Blau umkippen. Hochglanzoberflächen wie Glas, reflektierende Metalloberflächen oder Kunststoff mit Klavierlack-Finish werfen das Licht außerdem zurück, es entstehen oftmals ungewünschte, hässliche Reflexionen. Ein Verzicht auf den Blitz wäre daher das Optimum. Anfänger beschweren sich dann allerdings gerne über zu dunkle Fotos, die durch den fehlenden Glanz und Wow-Effekt kein Haben-will-Gefühl beim Kunden auslösen. Eine Lösung muss hier - am besten in Form von professionellem Studio-Equipment.

Das muss zu Beginn nicht teuer sein - sogar Schreibtischlampen funktionieren schon für kleinere Objekte. Die entstehenden harten Schatten lassen sich durch Diffusoren in den Griff bekommen. Wichtig beim Einsatz mehrere Lichtquellen ist auch die Verwendung identischer Leuchtmittel. Sonst gibt es unterschiedliche Farmtemperaturen aus jeder Lampe und Sie verlieren die Kontrolle über die Farben auf dem fertigen Foto.

Wohin mit den Schatten?

Wo Licht ist, ist auch Schatten. Diese alte Weisheit kann bei der Produktfotografie schnell zum Problem werden. Denn: Produkte sollen sich im wahrsten Sinne des Wortes im besten Licht präsentieren, und da sind Schatten fehl am Platze. Daher gibt es bei der Produktfotografie zwei Regeln: Verwenden Sie den Schattenwurf gezielt oder vermeiden Sie ihn komplett. "Versehentlich" in der Szene vorhandene Schatten sehen nicht nur unprofessionell aus, sondern lenken auch vom eigentlichen Produkt ab (obwohl es die gesamte Aufmerksamkeit bekommen sollte!). Ein kompletter Verzicht auf jegliche Schatten ist jedoch oft auch nicht optimal, da etwa stehende Objekte dann "im Raum schweben".

Ein paar einfache Faustregeln helfen hier weiter:

  • Je näher die Lampe(n) am Objekt, desto besser wird das Produkt ausgeleuchtet, aber desto härter fällt auch der Schlagschatten.
  • Je höher die Lampe(n) in Relation zum Objekt, desto kürzer werden die Schatten (wie bei einer Sonnenuhr um die Mittagszeit).

Aus diesen beiden Tipps lässt sich schon viel Know-how für die Produktfotografie gewinnen: Zwei Lichtquellen, die in gleicher Entfernung zum Produkt produziert sind und das Objekt aus dem gleichen Winkel mit derselben Lichtstärke illuminieren, heben Schatten komplett auf. Eine weiter entfernt stehende, einzelne Lichtquelle kann aber auch Vorteile haben: Weiche Schatten im Hintergrund geben dem Produkt Volumen und lassen das Produkt - je nach Objekt - hochwertig erscheinen. Und genau das wollen Käufer sehen.


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Autor

Franziska Reuter